RMX curated by Blank & Jones | VÖ 25.02.2011

RMX Cover Per Definition ist ein Remix die Neuabmischung eines Titels auf Basis des Mehrspuroriginals. Die Wurzeln dazu liegen im Reggae wo Anfang der 70er Jahre das Dubbing eingeführt wurde. Dafür wurde die Gesangsspur meistens komplett gelöscht und durch Hall- und Echoeffekte ergänzt. In den späten 70er Jahren wurde in New York dann der Begriff Remix maßgeblich geprägt. Durch den Boom von Disco Musik und den dazugehörigen Clubs wie dem Paradise Garage wollten die DJs tanzbarere Versionen der Hits haben. Zum Teil griffen die bekanntesten DJs wie Larry Levan selber im Studio ein und schnitten sich eigene Versionen bzw. die Plattenfirmen fingen an, clubaffine Produzenten damit zu beauftragen spezielle Dance Mixe zu erstellen. In seinem Ursprung wurden dafür die existierenden Aufnahmen einfach verlängert bzw. anders geschnitten. Mit dem zunehmenden Erfolg dieser Remixe und dem Voranschreiten der Technik wurden auch nachträglich noch Elemente einem Song hinzugefügt damit er tanzbarer wurde. Besonderes Augenmerk lag hierbei auf Bass und Rhythmusspuren. Eins der ersten Remix-Alben im elektronischen Bereich kam dann jedoch aus England. 1982 veröffentlichte der Produzent Martin Rushnett mit Love & Dancing Club Versionen des von ihm betreuten Human League Hit-Albums Dare.

Das englische Duo Pet Shop Boys brachte dann 1984 mit Disco das bis dato kommerziell erfolgreichste Remix Album auf den Markt. Hieran war ebenfalls besonders das sie bzw. ihr Produzent die Bänder zum grössten Teil nicht selber remixten sondern New Yorker Teams wie Shep Pettibone mit der Neubearbeitung beauftragten. Dieses Album hat alle nachfolgenden Produzentengenerationen wie uns, aber auch Stuart Price alias Jacques Lu Cont (wie er selber mal in einem Interview sagte) maßgeblich geprägt. Bis heute kann man die Pet Shop Boys wohl als visionäre Protagonisten dieses Genres bezeichnen, die immer ein Händchen für die Auswahl der richtigen Remixer hatten. Natürlich steht ihnen Madonna ebenfalls in nichts nach; die allein durch ihre frühere Liason mit dem berühmten New Yorker Produzenten und Remixer Jellybean schon früh den Nutzen guter Remixe für sich entdeckte.
Das Konzept dieser Platte ist ein weiterer Aspekt der Remix Kultur und stellt die Arbeit zwischen den Superstars in Form eines Remixes in den Vordergrund. Denn wo man früher eventuell über Duette oder eine gemeinsame Jam Session nachdachte, konnte in Form eines Remixes auf einmal ebenfalls eine fruchtbare Zusammenarbeit zweier Stars entstehen. Die sogenannten Two Rooms Sessions erlauben dem Remixer auf Basis des Ausgangsmaterials sich kreativ noch einmal komplett neu mit dem Song zu befassen. So ist es beispielsweise wahnsinnig spannend wie sich Moby an die Interpretation des OMD Klassikers Souvenir herangewagt hat oder was Goldfrapp aus dem Depeche Mode Klassiker Halo gemacht haben.

Der klassische Remix wie wir ihn aus den 80er Jahren kennen wird heute zwar kaum noch angewendet, aber dafür sind einer Neuabmischung mit der heutigen Technik und der damit einhergehenden kreativen Freiheit keinerlei Grenzen mehr gesetzt und somit wird uns da in den nächsten Jahren noch viel Spannendes erwarten. Jetzt aber erstmal viel Spaß mit dieser von uns zusammengestellten Kollektion einmaliger Kollaborationen von Superstar zu Superstar.

Tracklisting
01. Miracles (Eric Prydz Remix) – Pet Shop Boys
02. Lovelight (Mark Ronson Dub) – Robbie Williams
03. We Are The People (Shapeshifters Vocal Mix) – Empire Of The Sun
04. Souvenir (Moby Remix) – Orchestral Manoeuvres In The Dark
05. Rocket (Tiësto Remix) – Goldfrapp
06. Go (Trentemøller Remix) – Moby
07. Halo (Goldfrapp Remix) – Depeche Mode
08. Kids In America (Blank & Jones so8os Remix) – Kim Wilde
09. I Don’t Know What I Can Save You From (Røyksopp Remix) – Kings Of Convenience
10. You And I (Deadmau5 Remix) – Medina
11. Waking Up In Vegas (Calvin Harris Remix Edit) – Katy Perry
12. Miss Me Blind (David Guetta & Joachim Garraud F*** Me I’m Famous Mix) – Culture Club 13. One Love (Calvin Harris Mix) – David Guetta feat. Estelle
14. Girls and Boys (Pet Shop Boys 12″ Mix) – Blur
15. Wir Werden Sehen (Paul Kalkbrenner Remix) – 2raumwohnung

RMX Curated by Blank & Jones
VÖ: 25. Februar 2011
Format: CD und Online
Label: EMI | LC: 10794

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